Kakao wird weltweit stark nachgefragt, vor allem aufgrund der steigenden Beliebtheit von Schokolade. So gewinnt auch in Uganda der Kakaoanbau zunehmend an Bedeutung, insbesondere für Kleinbäuerinnen und -bauern, die nachhaltige Lebensgrundlagen etablieren möchten.

Unsere Partnerorganisation Good Forests Foundation Uganda (GFU) hat diese Chance genutzt und sich genauer mit der Kakao-Wertschöpfungskette als mittelfristige Einnahmequelle beschäftigt. Der Anbau von Kakao soll den Bauern neben der Pflanzung von Bäumen, die langfristig CO2 speichern, eine schnellere Einnahmequelle bieten, während ihre Bäume heranwachsen.
Von erfolgreichen Anbauregionen lernen
Die Pilotphase begann mit einer Studienreise nach Bundibugyo, einer der erfolgreichsten Kakaoanbauregionen Ugandas. Während dieses Besuchs konnte das Team der GFU praktische Kenntnisse über die gesamte Kakao-Wertschöpfungskette erlernen, einschließlich Produktion, Pflege, Ernte, Fermentierung und Vermarktung. Diese praktischen Erfahrungen lieferten wertvolle Einblicke in die Anforderungen und potenziellen Vorteile des Kakaoanbaus.

Um ihr Verständnis weiter zu vertiefen, hat das Team auch Schokoladenhersteller in Uganda besucht, die Kakao direkt von Kleinbäuerinnen und -bauern beziehen. Diese Besuche haben dazu beigetragen, eine klare Verbindung zwischen Produktion und Absatzmöglichkeiten herzustellen.

Wissen vermitteln in den Farmer Field Schools
Im Anschluss an den wertvollen Austausch begann die GFU mit der praktischen Umsetzung. Im Bezirk Kasese in West-Uganda wurden die ersten Schulungen, sogenannte Farmer Field Schools, durchgeführt. Im Mittelpunkt der praxisorientierten Schulungen steht die Vermittlung der notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse, die die Kleinbäuerinnen und -bauern für den erfolgreichen Anbau und die Bewirtschaftung von Kakao benötigen. Nach den mehrtägigen Schulungen verteilt die GFU Kakao-Setzlinge und unterstützt die Bauern so beim Start in den Kakaoanbau.

Die ersten Kakao-Setzlinge werden in Kasese gepflanzt
Im April 2026 wurde im Bezirk Kasese offiziell mit dem Anbau von Kakao begonnen, was sowohl für die GFU als auch für die beteiligten Gemeinden einen wichtigen Meilenstein darstellt. Diese Initiative fördert nicht nur die Schaffung von verschiedenen Einkommensquellen, sondern stärkt auch die Grundlage für eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung in der Region. Die Projektleiterin für Kakao, Edith Muhindo, erklärte während der Schulung: „Kakao kann die Lebensgrundlagen der Bauern verbessern, denn sobald die Pflanzen gut wachsen, können sie regelmäßig geerntet werden und so ein verlässliches Einkommen schaffen.“
Einblicke in die Arbeit vor Ort: So werden Kleinbäuerinnen und -bauern durch den Kakaoanbau gestärkt:
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Mehr InformationenMit dem Ausbau des Kakaoanbaus in Kasese möchte die GFU die Lebensgrundlagen der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verbessern, indem sie den Anbau von Bäumen mit zusätzlichen Einkommensquellen verbindet. Wir freuen uns darauf, zu sehen, wie sich die ersten Kakao-Setzlinge zu kräftigen, gesunden Pflanzen entwickeln, die den Familien langfristig ein stabiles Einkommen und bessere Lebensbedingungen ermöglichen.
Das Projekt wird von der Schöck-Familien-Stiftung finanziert. Wir danken für die großzügige Unterstützung.