Mit gebündelten Kräften: Einsatz für nachhaltige Veränderungen

3. April 2025|In News, Uganda

Vor fünf Jahren wurde durch Stiftungen des Stiftungsnetzwerkes Region Stuttgart e.V. das Gemeinschaftsprojekt “Einkommen durch Aufforstung in Uganda” ins Leben gerufen, um Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Uganda zu unterstützen – wir berichteten

Seit 2020 haben Fairventures Worldwide und die Latek Stay Stiftung in Uganda eng zusammengearbeitet und dabei entwaldete Flächen aufgeforstet, Trainings für Kleinbäuerinnen und -bauern angeboten und nachhaltige Agroforst-Praktiken in unterschiedlichen Distrikten Ugandas gefördert. Dabei wurden nicht nur Bäume gepflanzt, sondern auch Kleinbäuerinnen und -bauern auf dem Weg in eine resilientere Zukunft gestärkt.

Ausweitung des Ansatzes

Die Zusammenarbeit begann 2020 als Pilotphase in West-Uganda mit fünf lokalen Organisationen,  die degradierte Regenwaldflächen aufforsteten, um die Lebensgrundlagen der Menschen in den Gemeinden zu verbessern. Nach einer sehr erfolgreichen Implementierung wurde beschlossen, die zweite und finale Phase (2022-2024) auf Zentral- und Ost-Uganda auszuweiten.

Daraufhin wurden vier neue Partnerorganisationen identifiziert – Save the Street Children Uganda (Luwero), Foundation for Development for the Needy Communities (Mbale), Youth Environmental Services (Busia), und Munarya Agro-Investment Organisation (Kapchorwa) übernahmen die Verantwortung, sorgten für eine enge Einbindung der Gemeinden und hinterließen eine nachhaltige Wirkung.

Lokale Gemeinschaften stärken und vernetzen

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stand die Einbindung der lokalen Bevölkerung. Austauschtreffen brachten Landwirte, Schulen, Kirchen und lokale Führungspersonen zusammen, schärften das Bewusstsein für Agroforstwirtschaft und weckten Begeisterung. Diese Zusammenkünfte ebneten den Weg für praxisnahe Schulungen zu Guten Agroforstpraktiken (GAP), die Kleinbäuerinnen und -bauern wichtiges Wissen über Baumpflanzung und nachhaltige Landnutzung vermittelten.

Demonstration von “Mulching” (Bedecken des Bodens mit organischem Material) während einer Schulung zu Guten Agroforstpraktiken (GAP).
Demonstration von “Mulching” (Bedecken des Bodens mit organischem Material) während einer Schulung zu Guten Agroforstpraktiken (GAP).

Herausforderungen und Learnings

Wie bei vielen ehrgeizigen Vorhaben, war das Projektteam mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert. Naturkatastrophen, darunter Überschwemmungen und Erdrutsche im Osten Ugandas, forderten das Team heraus. Doch sie reagierten schnell und entschlossen: Die Reifezeit der Setzlinge wurde verlängert, lokale Wetterdaten wurden zur besseren Planung herangezogen und eine Risikobewertung unterstützte das Team dabei, die Ernteerträge von Cash Crops zu optimieren. 

Diese Erkenntnisse werden zukünftige Aufforstungs- und Agroforstmaßnahmen dabei unterstützen, Aktivitäten widerstandsfähiger und erfolgreicher zu gestalten.

Ein langfristiger Impact

Durch die Stärkung der Partnerschaften, die Vergrößerung der Waldfläche und die Verbesserung der Lebensbedingungen hat die Zusammenarbeit eine bleibende Wirkung in der Landschaft Ugandas und bei der Bevölkerung hinterlassen. Projektleiterin Samantha Natumanya betonte, wie entscheidend die zweite Phase für die Stärke der Zusammenarbeit bei der Wiederherstellung der Wälder und der Unterstützung der Kleinbäuerinnen und -bauern war.

„Die enge Zusammenarbeit ist ein Beweis für Engagement und Teamwork. Wir haben nicht nur Bäume gepflanzt, sondern auch stärkere Gemeinschaften und eine grünere Zukunft für Uganda geschaffen“, sagte sie.

Die Projektmanager von FVW (Isaac Kitiibwa & Samantha Natumanya) bei dem Besuch einer Baumschule

Während das Gemeinschaftsprojekt zu Ende geht, wird ihr Einfluss weiter wachsen – genauso wie die Bäume, die in ganz Uganda gepflanzt wurden. Die geschaffenen Grundlagen für nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Perspektiven werden auch in Zukunft positive Veränderungen ermöglichen.

Fairventures Worldwide und die Stiftung STAY bedanken sich – auch im Namen der beiden Länderteams aus Uganda – sehr herzlich für die finanzielle, ideelle und von großem Interesse begleitete Unterstützung der beteiligten Stiftungen und Personen!

Ermöglicht wurde das Gemeinschaftsprojekt durch das Engagement folgender Stiftungen: Heidehof Stiftung, Louis Leitz Stiftung, Gerhard und Paul-Hermann Bauder Stiftung, Vector Stiftung, The Schaufler Foundation, Gips-Schüle-Stiftung Josef Wund Stiftung, Robert Bosch Stiftung.