Dez, 03 2015

Trinkwasser für Achocalla.

Projekt Beschreibung

Bolivien (Hintergrund):

Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika und gilt als das ärmste Land des Subkontinents. Auf einer Fläche, die etwa dreimal so groß ist wie Deutschland, leben nur etwa 11 Mio. Menschen. Seit der Erlangung der Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1825 war die Geschichte des Landes von fast 200 Putschen und Gegenputschen geprägt. Im Jahr 1982 wurde die Macht an eine demokratische Regierung übergeben, deren Führer jedoch vor verschiedenste Probleme gestellt wurden: U.a. tief verwurzelte Armut, soziale Unruhen und illegale Drogenproduktion.

 

Projekt:

Achocalla mit seinen 21 Ortschaften gehört zum direkten Einzugsbereich der Metropolen La Paz und El Alto und weist daher ein rasantes Bevölkerungswachstum auf. Wasserquellen gibt es nur sehr wenige. Deren Wasser wird, dank des Gefälles, mittels Leitungen zu den Ortschaften transportiert. Mancherorts wurden auch Brunnen gebaut, um das Wasser aus ca. 3 Meter Tiefe zu gewinnen. Intensive Landwirtschaft und Tierzucht sowie fehlende Kanalisationssysteme für das Abwasser führen aber dazu, dass die Grundwasserquellen in Achocalla organisch verschmutzt werden, d.h. sie besitzen keine Trinkwasserqualität. Das wiederum ist die Ursache für die relativ hohe Erkrankungsrate der Bevölkerung an Magen-Darm-Infekten.

Das Pilotprojekt „Trinkwasser für Achocalla“ soll Lösungsansätze aufzeigen, wie die Wasserqualität in den Projektgebiet verbessert werden kann. Dabei sollen Interventionsmöglichkeiten erarbeitet werden, die auch in anderen ländlichen Gemeinden in der Region implementiert werden können.

Das Projekt besteht aus zwei zentralen Aktivitäten:

  • Gründung und Unterstützung eines Kleinunternehmens zur Produktion von Trinkwasserfiltern aus lokalen Materialien für Haushalte in Achocalla.
  • Konstruktion und Betrieb eines Wasserkiosks für die Trinkwasserversorgung der Restaurants und Touristen rund um die dortige Lagune.

 

Projektlaufzeit:

2011 – 2012

 

Förderer dieses Projektes:

Siemens Stiftung

 

Dieses Projekt wurde noch unter dem Namen Swisscontact Germany gGmbH angefangen und wurde bis zum Projektende von Fairventures Worldwide FVW gGmbH abgewickelt. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit Swisscontact Zürich bzw. dem Swisscontact Projektbüro vor Ort.