Dez, 03 2015

Integrales Abfallmanagement in Kleinstädten.

Projekt Beschreibung

Ecuador (Hintergrund):

Ecuador ist nach Bolivien das zweitärmste Land Südamerikas. 2011 betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf etwa 4.350 US-Dollar und war somit etwa zehnmal kleiner als in Deutschland. Die Wirtschaft des Landes ist stark von der Erdölproduktion abhängig, wodurch fast 60% der Exporte erwirtschaftet werden.
Ein stetig wachsendes Problem in Ecuador ist die Menge des anfallenden Abfalls. Über 8.000 Tonnen werden täglich von den rund 14 Millionen Ecuadorianern produziert. Da in Ecuador noch kaum ein Bewusstsein über Abfalltrennung vorhanden ist, stapeln sich massenweise organische, wiederverwendbare und giftige Abfälle in den offenen Deponien und beeinträchtigen so die Hygiene und die Gesundheit der Bevölkerung sowie die Umwelt.

 

Projekt:

Hier setzt das Projekt an und unterstützt die Einführung einer konsequenten Abfalltrennung vor Ort. Das ökonomische Potential der wiederverwertbaren Materialien soll systematisch genutzt und so ein positiver Effekt auf die Menschen und Umwelt erreicht werden. Grobe Hochrechnungen zeigen, dass der Materialwert der wiederverwertbaren Abfälle landesweit jährlich über 120 Millionen Dollar beträgt.

Ziel des Projektes ist es, ein neues Abfallmanagementsystem einzuführen, das auf einer Abfalltrennung vor Ort basiert. Indem der wiederverwertbare Abfall als Wertstoff genutzt wird und durch die Einführung strukturierter Abläufe wird der Abfallsektor als Teil des Arbeitsmarktes aufgewertet.

Das Projekt in Ecuador ist somit ein Beispiel dafür, dass Abfalltrennung und -wiederverwertung Arbeitsplätze schaffen und Einkommen generieren können.

 

Projektlaufzeit:

2011 – 2014

 

Förderer dieses Projektes:

Europäische Kommission, Siemens Stiftung, Swisscontact, lokale Gemeinden in Ecuador (Morona, Yantzaza, Catamayo, Pastaza, El Chaco)

 

Dieses Projekt wurde noch unter dem Namen Swisscontact Germany gGmbH akquiriert und wurde bis zum Projektende von Fairventures Worldwide FVW gGmbH abgewickelt. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit Swisscontact Zürich bzw. dem Swisscontact Projektbüro vor Ort.