Dez, 10 2015

Kenia: Armuts- und Hungerbekämpfung durch Moringa-Anbau

Projektbeschreibung

Hintergrund:

Die Kleinstadt Lokichoggio (15.000 bis 18.000 Einwohner) liegt im Nordwesten Kenias an der Grenze zum Südsudan und zu Uganda. Die Region um Lokichoggio zählt zu den ärmsten Regionen Kenias und ist von absoluter Armut sowie chronischer Unter- und Mangelernährung gekennzeichnet. Neben der geografischen Lage und den klimatischen Bedingungen einer Halbwüste sowie der historischen, politischen und ökonomischen Marginalisierung der Region, sind Dürreperioden, Seuchen und Clankonflikte als Ursachen für die Notlage vor Ort zu nennen.

Die lokale Bevölkerung, insbesondere das Volk der Turkana, ist überwiegend nomadisch organisiert und lebt von der Viehzucht. Landwirtschaft ist auf dem dürren und trockenen Boden der Region schwierig, aber nicht unmöglich. Die meisten Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze, im Durchschnitt von weniger als einem halben Dollar pro Tag. Viele Erwachsene und Kinder haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sind mangel- oder unterernährt.

 

Projekt:

Das Projekt leistet durch die Einführung des Moringa-Anbaus in der Lokichoggio-Region in Kenia einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Armut und des Hungers (MDG I). Unser lokaler Partner, die Across Africa Marginalised Communities Development Initiative (AMCODI) des kenianischen Pfarrers Isaac Githu, bildet die lokale Bevölkerung im Anbau und in der Ernte des sehr nährstoffreichen und schnellwachsenden „Wunderbaumes“ Moringa (Moringa oleifera) aus. Moringa-Produkte wie Pulver, Blätter, Tee, Schoten und Samen können einen wichtigen Beitrag für eine ausgewogene Ernährung leisten und als Nahrungsreserven angelegt werden. Zusätzlich sind Moringa-Samen zuverlässig zur Wasseraufbereitung nutzbar.

Moringa-Produkte habe außerdem das Potential auf dem nationalen Markt verkauft zu werden, so dass die lokale Bevölkerung ein zusätzliches Einkommen generieren kann. Langfristig soll AMCODI im Handel mit Moringa-Pulver, das ein gefragtes Nahrungsergänzungsmittel ist, eine Mittlerrolle zwischen der lokalen Bevölkerung und dem internationalen Markt einnehmen. Die dadurch generierten Einnahmen werden wiederrum der Bevölkerung und den Projekten von AMCODI zugute kommen.

Es handelt sich um ein Pilotprojekt, in dessen Rahmen eine Erprobung der vorhandenen Ansätze im Moringa-Anbau stattfindet. Im Falle einer erfolgreichen Durchführung wird eine Hochskalierung angestrebt.

 

Projektlaufzeit:

März 2014 – Februar 2015

 

Förderer dieses Projektes:

Das Land Baden-Württemberg durch die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), Ko-Finanzierung in Form von Privatspenden