Farmer Field Schools: Wissensvermittlung an und innerhalb von ländlichen Gemeinden

 

So genannte Farmer Field Schools (FFS) sind ein wichtiger Teil unseres Ansatzes. Das Ziel der FFS ist es, Erfahrungen und Erkenntnisse von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit forstwissenschaftlichem Expertenwissen zu ergänzen. In den Kursen lernen die Teilnehmenden die grundlegenden Konzepte und Techniken der Agroforstwirtschaft kennen. Außerdem werden ihnen Praktiken der Baumpflege in Agroforstsystemen vermittelt. 

Die Aktivitäten in der Farmer Field School lassen sich in zwei Bereiche einteilen. Zunächst erhalten die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern eine theoretische Schulung. Im Anschluss daran nehmen sie auch an praktischen Übungen teil. Zur Durchführung der Trainings kommt das sogenannte GAP-Handbuch (Gute Agroforstpraxis) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Ansatz, der explizit für die Schulung von Bäuerinnen und Bauern in tropischen Umgebungen entwickelt wurde. 

 

Projektleiter James Thembo teilt Wissen aus der Agroforstwirtschaft mit den Teilnehmenden in Uganda.

 

Jede Sitzung beginnt mit einem kurzen Test, um den aktuellen Wissensstand der Anwesenden zum Thema zu ermitteln. Dadurch erhalten wir wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse der Teilnehmenden und können noch gezielter darauf eingehen. 

Inmitten der globalen Pandemie haben wir vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit aller beteiligten Mitarbeitenden und Teilnehmenden sicherzustellen und zu schützen. Die Farmer Field Schools wurden unter Beachtung aller lokalen Hygienevorschriften durchgeführt – für jede Sitzung hat unser Team Handwaschstationen, Desinfektionsmittel und Masken am Eingang bereitgestellt.

 

Tolles Feedback der Teilnehmenden

Harsani Husein Jamal (siehe Foto unten), einer der teilnehmenden Kleinbauern in Indonesien, erzählte uns, die Farmer Field School sei eine großartige Gelegenheit für die Bäuerinnen und Bauern in seinem Dorf Mangkawuk, etwas über den Sengon-Anbau und die richtige Bewirtschaftung ihres Feldes zu lernen. Das neu erworbene Wissen sei sehr nützlich für ihn und seine Gemeinde, und er hofft, dass dadurch die Lebensgrundlage der Menschen nachhaltig verbessert werden kann. 

Ntajumba Benard, Teilnehmer der Farmer Field School in Uganda, betonte den positiven Einfluss des Wissenstransfers innerhalb der Gemeinden: „Mit dieser Art von Training bin ich in der Lage, die Mitglieder meiner Gemeinde zu unterstützen, da ich das Wissen an sie weitergebe!“, erklärte er.  „Sie lernen nun von mir, wie sie ihre Bäume beschneiden können und erfahren, dass es für bessere Erträge wichtig ist, ihre Parzellen unkrautfrei zu halten.“

 

Harsani Husein Jamal erfährt im Unterricht mehr über GAP (Gute Agroforstpraxis).

 

Während wir unseren Ansatz in weitere Gemeinden tragen, begleiten wir weiterhin parallel die bereits geschulten Teilnehmenden. Denn auch wenn die Farmer Field Schools Landwirte in die Lage versetzen, selbstständiger zu arbeiten, können zusätzliche Schulungen helfen, den Erfolg langfristig zu sichern.

 

Ergebnisse




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