Fairventures Akademie: Nachhaltige Entwicklungsziele in der Projektpraxis

Von der Idee zum Projekt – so lautet das Motto der zweiteiligen Seminarreihe der Fairventures Akademie, die am vergangenen Freitag in Kooperation mit der SEZ begonnen hat. Das Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung eines Verständnisses der Agenda 2030 und der damit verbundenen praktischen Umsetzung der SDGs (Sustainable Development Goals), zum Beispiel bei der Entwicklung eigener Projektideen.

Unterschiedlichste Hintergründe bewegten die insgesamt 14 Teilnehmer zur Partizipation – der Wunsch nach der Umsetzung ihrer konkreten Idee, der Wissenserwerb an sich und die daran anschließende Vermittlung von Nachhaltigkeit, das Kennenlernen gleichgesinnter möglicher Partner oder lediglich das Interesse am Thema. Auch die Internationalität kam nicht zu kurz: geplante und bereits initiierte Projekte aus den verschiedensten Regionen wie Vietnam, Libanon, Burundi, Namibia, Kolumbien und Brasilien, aber auch aus Deutschland wurden zu Beginn des Seminars vorgestellt.

Der Fokus des ersten, von Frau Dr. Ahrens geleiteten Moduls lag im Besonderen auf den 17 Hauptzielen der Nachhaltigen Entwicklungsziele und einer damit verbundenen Logik bei der Konzeption von Projekten. Vorträge und Gruppenarbeiten vermittelten das Wissen über zentrale Ansätze der nachhaltigen Entwicklung. Zum Abschluss des ersten Tages stellte sich die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit (SEZ) als Akteur der Entwicklungszusammenarbeit in Baden-Württemberg vor, um Einblicke in die Praxis zu geben und verschiedene Instrumente darzustellen.

Unter dem Thema „Wirkungsorientiertes Projektmanagement“ wurde am zweiten Tag neben der Demonstration einer Projektplanung auch auf mögliche Problematiken der kulturellen Unterschiede hingewiesen. Besonders wichtig sei das Verstehen des lokalen Partners vor Ort und die Angleichung der Ziele, so die ehemalige Mitarbeiterin von Brot für die Welt und Expertin des Seminars, Frau Schlags.

Mit einem Nachmittag praktischer Übungen zur Anwendung der Projektlogik, der entwickelten Monitoring Instrumente für die Evaluation der eigenen Projekte und der Bildung von expliziten Nachhaltigkeitszielen wurde der erste Teil des Seminars abgerundet. In zwei Wochen findet der anschließende Teil statt, der die thematische Ausrichtung an Nachhaltigkeitsthemen und die Querschnittsaufgabe interkultureller Kompetenzen in der Entwicklungszusammenarbeit behandelt. Abgeschlossen wird das gesamte Seminar durch die Präsentation der eigens erarbeiteten Projekte. Parallel dazu findet das Kompaktseminar in Mannheim statt, das die angesprochenen Inhalte in einem dreitägigen Seminar gebündelt vermittelt.

Das Seminar wird durchgeführt mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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About the Author : Annika Petruch