Boden und Bodenbeschaffenheit – ein Einblick aus unserem 1 Million Trees Programmgebiet

Boden? Das ist doch nur Erde und Dreck! Nicht nur, denn Boden ist ein Bestandteil von Ökosystemen, der oft übersehen wird, obwohl die Bodenbeschaffenheit für Pflanzen darüber entscheiden kann ob sie gut gedeihen oder wieder eingehen. Außerdem ist Boden neben dem Einflussfaktor Licht die wichtigste Voraussetzung für das Wachstum von Pflanzen, da er sowohl Wasser- als auch Nährstoffquelle ist.

Die sogenannte Bodenbeschaffenheit und die verschiedenen Arten von Bodentypen spielen natürlich auch in unserem Programmgebiet eine wichtige Rolle. Simeon Max und Feldkoordinator Gan haben in den letzten Wochen Bodenproben im gesamten Programmgebiet genommen und den interessierten Bauern die Beschaffenheit und Eigenschaften ihres Bodens erklärt. Sie haben festgestellt, dass in der südlichen Gegend um Takaras Sand und Torf vorherrschen, was es vielen Pflanzen erst einmal unmöglich macht, dort zu wachsen. Hier kommt Sengon ins Spiel: als Pionierbaumart kann dieser Baum auf vielen Bodentypen wachsen, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen kann er Stickstoff aus der Luft binden und ist nicht auf den Nährstoffspeicher des Bodens angewiesen. Durch diese Eigenschaft kann Sengon langfristig sogar die Qualität des Bodens verbessern, indem er Nährstoffe in Form von abgestorbenen Blättern und Zweigen anreichert und außerdem durch sein Wurzelsystem aktiv gegen Erosion wirkt.

Die Mischwaldsysteme im 1 Million Trees Programm tragen somit nicht nur kurzfristig zur Verbesserung der Lebensgrundlage der Kleinbauern bei, sondern haben auch das Potential langfristig den Boden fruchtbarer zu machen.


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