Besuch der „BioFach“ 2015 mit Delegationen aus Aserbaidschan und Kirgistan

Auf Anfrage der GIZ Baku, Aserbaidschan, organisierten unsere Experten Michael Schwegler und Regine Koch-Bah eine Studientour für Getränkehersteller, die unter anderem auch zur „BioFach“, Deutschlands größter Bio-Messe, führte. Diese fand vom 11.-14. Februar in Nürnberg statt. Schwerpunkt dort war das Aufsuchen von Importeuren und Verarbeiten von Fruchtsäften, -konzentraten und Derivaten.

Aserbaidschan kann mit ausreichender Menge an zertifiziertem Granatapfelsaft in Bio-Qualität aufwarten. So fanden B2B-Meetings und informative Gespräche bei diversen Getränkeherstellern statt. Vor dem Besuch der Messe erhielten die Teilnehmer aus Aserbaidschan Informationen aus erster Hand über die strengen Zertifizierungsregeln für Bio-Getränkehersteller in Deutschland durch die Vereinigung der Fruchtsafthersteller SGF. Weitere private Standards für den Marktzutritt in Deutschland und Europa wurden vorgestellt und diskutiert.

Kirgistan ist in die Liste der von dem deutschen „Import Promotion Desk“ (IPD) geförderten Länder aufgenommen worden. Nachdem bei vorhergegangenen Messen die Nachfrage nach biologischen Erzeugnissen aus Zentralasien deutlich wurde, hat das IPD Fairventures beauftragt, eine Studientour zu organisieren. Die kirgisische Delegation, vertreten durch Genossenschaftsvorstände und einen Agrar-Regierungsberater, brachte getrocknete Früchte, Walnüsse und Kräuter mit nach Deutschland. Einige Importeure und Verarbeiter zeigten sich auf der Messe sehr interessiert, vor allem, nachdem sie die mitgebrachten Proben sehen und kosten konnten. Nach der Messe nahmen unsere Experten die kirgisische Delegation mit auf eine Besichtigungstour durch unterschiedlichste Bio-Betriebe in der Bodensee-Region. Dazu gehörte das Aufsuchen der ersten in Deutschland gegründeten Bio-Apfel-Vermarktungsorganisation ÖKOBO wie auch Besuche bei Naturkosthändlern und Importeuren. Zusätzlich erläuterte Michael Schwegler, als Auditor und Zertifizierer tätig, in einem Workshop die Standards im Bio-Bereich und Wege zum Biokontrollverfahren.

Aus dem Workshop ergab sich nicht nur ein großer Beratungsbedarf sondern auch weitere Anknüpfungspunkte mit kirgisischen Verarbeitern und Genossenschaften, die konsequent den Weg in die Bio-Branche gehen wollen. Insgesamt konnte der Delegation vermittelt werden, dass eine Investition in die Verarbeitung und Verpackung den Eintritt ihrer Produkte in den europäischen Markt erleichtern wird.

Share this Post!

About the Author : Annika Petruch