Alle guten Dinge sind drei – ein Erfahrungsbericht von Jean-Philippe Mayland

Diesen Sommer bekam ich zum dritten Mal die Gelegenheit das Programm 1 Million Trees zu begleiten und konnte so seine Entwicklung verfolgen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Produktion von guten Setzlingen der Baumart Paraseriantes falcataria (indonesisch „Sengon“), ist es mittlerweile in der Phase 2015/16 richtig angelaufen. Es wurden rund 225.000 Setzlinge in vier dörflichen Baumschulen produziert und den Bauern vor Ort ausgeteilt.

Beinahe 300 Bauern haben am Programm seit Beginn 2014 teilgenommen und die Attraktivität ist dieses Jahr noch gestiegen: Etwa 500 weitere Bauern haben ihr Interesse im Rahmen der Sozialisierungstreffen in den Dörfern bekundet.

Zudem wurde ein ausgeklügeltes Monitoring-System entwickelt, das die jeweiligen Bauern und ihre bepflanzten Flächen auf digitalen Karten festhält. Die jeweiligen Referenzen können auf der Webmap verfolgt werden.

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Rabambang, nach 1,5 Jahren

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Rabambang, nach 6 Monaten

Besonders beeindruckend erscheint die Wuchskraft einiger gut angelegten und gepflegten Pflanzungen, deren Baumhöhen zum Teil nach bloß 1 ½ Jahren die 10m Grenze übersteigt. Allerdings werden diese besten Beispiele auch wiederum durch andere Flächen abgeschwächt: Entweder fehlt es manchmal an Pflege, die Setzlinge waren zu schwach oder der Standort eignete sich nicht für den Anbau dieser schnellwachsenden Pionierbaumart. Es bleibt also weiterhin noch Einiges für die technische Begleitung der Bauern, die Qualitätssicherung der Setzlinge und die nötige Pflege der Pflanzung zu tun. Die Belegschaft des Borneo Instituts vor Ort wurde deshalb gestärkt und sollte noch ausgebaut werden, wenn sich das Programm  entsprechend seinem heutigen positiven Anklang bei der Bevölkerung weiter entwickelt.

Pflanzung auf ehemaliger Goldmine

Pflanzung auf ehemaliger Goldmine

Insgesamt bin ich über einen Erfolg des Programms zuversichtlich. Das biologische Potential der Baumart „Sengon“ ist heute klar erwiesen, besonders für die Wiederbewaldung sehr degradierter Flächen. Ein Versuch eines Anbaus auf einer ehemaligen Goldmine ist bereits gestartet und wirkt vielversprechend!

Jean-Philippe Mayland,  Forst.Ing.

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About the Author : Annika Petruch